Nackenschmerzen und was Sie dagegen tun können

Bei rund zwei Drittel der Bevölkerung treten mindestens einmal im Leben üble Nackenschmerzen auf, bei manchen Menschen sind die schmerzhaften Muskelverspannungen sogar chronisch. In der Regel sind Nackenschmerzen auf Verspannungen der Halsmuskulatur zurückzuführen. Diese können unter anderem durch Zugluft (offenes Fenster beim Autofahren), durch falsches Sitzen/Liegen (z.B. zu hoch eingestellter Schreibtisch), durch Muskelzerrungen, durch eine Fehlstellung der Wirbelsäule, durch eine falsche Haltung und durch viele andere Symptome hervorgerufen werden.

Insbesondere Berufe, bei denen über einen langen Zeitraum gesessen wird, sind häufig von Nackenschmerzen betroffen. Dies trifft beispielsweise auf Berufskraftfahrer zu.

Die Symptome

Meistens heilen die Beschwerden zwar nach wenigen Tagen wieder von alleine ab, halten die Verspannungen allerdings über mehrere Wochen oder sogar Monate an, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Möglicherweise sind die Nackenschmerzen auf einen unnatürlichen Laufstil zurückzuführen oder es gibt muskuläre Disbalancen. Bei einem kleinen Prozentsatz können die Verspannungen sogar auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen.
Treten die Beschwerden nur gelegentlich auf, sind die Heilungschancen recht hoch – durch Dehnübungen der Hals- und Nackenmuskulatur sowie durch gezieltes Muskeltraining lassen die Symptome meistens schnell abklingen. Bei chronischen Beschwerden sind die Aussichten auf Erfolg hingegen weniger positiv.

Für den Großteil der Bevölkerung fühlen sich Nackenschmerzen ähnlich wie ein Muskelkater an, zudem ist die Bewegungsfähigkeit der Nackenmuskulatur stark eingeschränkt. Nebenbei treten häufig Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit und Fieber auf. Bei Nervenschädigungen können ein unangenehmes Kribbeln oder gar Taubheitsgefühle in der Muskulatur zu spüren sein. Verstärken sich die Schmerzen beim Versuch, das Kinn auf die Brust zu legen, ist im schlimmsten Fall mit einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) zu rechnen. Dies kann unter anderem durch einen Zeckenbiss verursacht sein.

Durch richtiges Training Nackenschmerzen vermeiden

Durch eine richtige Haltung sowie durch gezieltes Muskeltraining können Nackenschmerzen weitgehend vermieden bzw. vermindert werden. Einige Übungen werden nun kurz vorgestellt.

- Die Halsmuskulatur dehnen: Bei dieser Übung wird wahlweise stehend oder sitzend ausgeführt. Die rechte Handinnenfläche wird auf die linke Gesichtshälfte gelegt und zur rechten Seite abgeneigt. Der linke Arm sowie die linke Schulter werden währenddessen nach unten gedrückt. Halten Sie die Position für ca. 30 Sekunden, anschließend wird die Seite gewechselt.

- Die Nackenmuskulatur dehnen: Legen Sie Ihr Kinn auf die Brust, umgreifen Sie mit beiden Händen Ihren Hinterkopf und üben Sie leichten Druck auf Ihren Nacken aus. Wieder für 30 Sekunden halten und dann die Seite wechseln.

- Kopf von einer Seite zur anderen bewegen: Hierbei legen Sie wieder Ihr Kinn auf die Brust. Nun bewegen Sie Ihren Kopf langsam von links nach rechts und wieder zurück. Ihr Kinn ist dabei die ganze Zeit auf Ihrer Brust abgelegt.

- Schultern auflockern: Die Schultern kurz nach oben ziehen, einige Sekunden halten und wieder ablassen. Diese Übung eignet sich auch hervorragend mit leichtem Gewicht. So können Sie Ihre Nackenmuskulatur bestens trainieren.

- Aufrechtes Rudern: Bei dieser Übung umgreifen Sie eine Langhantelstange mit beiden Händen und ziehen diese bis auf die Höhe Ihres Kinns hoch. Die Hände sind dabei relativ eng beisammen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Rumpfmuskulatur und den Rücken stets unter Spannung halten, um eine Abfälschung der Übungsausführung zu vermeiden.

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August der Starke

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