Muskelfaserriss

Muskelfaserrisse zählen zu den schwersten Arten von Muskelverletzungen. Sie entstehen vor allem durch eine Überbeanspruchung des jeweiligen Muskels. Aber auch ein schlechter Trainingszustand und eine ungenügende Aufwärmphase vor dem Sport begünstigen einen möglichen Faserriss.

Arme und Beine sind besonders häufig betroffen

Ein Muskelfaserriss stellt die höchste Form von Muskelkater oder Muskelzerrung dar und muss sofort behandelt werden. Jeder einzelne Muskel besteht aus einer Vielzahl von Muskelsträngen, welche wiederum aus zahlreichen Muskelfasern zusammengesetzt sind. Zwischen den Fasern sitzen Blutgefäße sowie Nervenfasern. Ein Muskelfaserriss stellt, wie der Name bereits vermuten lässt, eine Verletzung einer einzelnen Muskelfaser dar.

Bei Läufern, vor allem Sprinter betreffend, reißen häufig die Fasern des Oberschenkels oder der Wade. Bei Kraftsportlern hingegen lässt sich kein spezieller Körperbereich ausmachen, da bei dieser Sportart vorzugsweise der gesamte Körper trainiert wird. Dennoch weisen insbesondere die Arm- sowie die Beinmuskulatur häufig Verletzungen auf.
Tritt während des Trainings ein stechender Schmerz im Muskel auf und lässt sich dieser zudem kaum noch bewegen, so besteht ein ernster Verdacht auf einen Riss der Muskelfaser. Ein Druck auf die entsprechende Stelle ruft starke Schmerzen hervor, außerdem lässt sich der Muskel nicht mehr vollständig dehnen und anspannen. In der Regel lassen sich Muskelfaserrisse auch fühlen, da die betroffene Region leicht anschwillt. Treten diese Symptome auf, sollte man die jeweilige Stelle sehr schnell behandeln, um den Verletzungsgrad und die Genesungszeit so gering wie möglich zu halten. Bewährt hat sich die sog. PECH-Regel. Jeder Buchstabe steht dabei für eine bestimmte Behandlungsmaßnahme:

P = Pause
E = Eis (kühlen)
C = Compression (Kompression)
H = Hochhalten

Die betroffene Stelle sollte demnach zuerst ruhiggestellt werden, anschließend wird der Muskel mit Eis oder Eisspray behandelt. Dies bewirkt eine Verengung der Blutgefäße, wodurch Schwellungen und Blutungen weitestgehend verhindert werden. Der nächste Schritt liegt im Anlegen eines Kompressionsverbands, um eine Ausweitung der Schwellung zu vermeiden. Zu guter Letzt sollte der betroffene Muskel hochgehalten werden, am besten über Herzhöhe. Dies verursacht einen besseren Rückfluss des Bluts und damit auch geringere Schwellungen.

So beugen Sie einem Muskelfaserriss vor

Muskelzerrungen klingen meistens nach 10 bis 14 Tagen wieder ab, bei einem Muskelfaserriss sollte man allerdings vier bis sechs Wochen mit dem Training pausieren, damit sich der Muskel wieder vollständig regenerieren kann. Zwar verschwindet der Schmerz bereits nach wenigen Wochen und rein optisch ist auch nichts mehr von der Verletzung zu sehen, dennoch bedeutet das nicht, dass die Heilung bereits komplett vollzogen ist. Ein zu frühes Wiederaufnehmen der sportlichen Tätigkeit kann unter Umständen zu einem erneuten Reißen der Muskelfaser führen.

Damit ein Muskelfaserriss gar nicht erst entsteht, sollten Sie es mit dem Training nicht übertreiben und stets Ruhetage einhalten. Außerdem ist es ratsam, sich vor dem Training ausreichend aufzuwärmen und den Muskel ausgiebig zu dehnen.

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August der Starke

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